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In dieser Sitzung werden das Rebirthing-Atmen, sowie Energiearbeit
mit dem Schlagstock eingesetzt, um eine intensive Bearbeitung der Innenwelt
zu bewirken. Die Klientin konfrontiert sich noch einmal mit einem der
Hintergründe ihrer Brustkrebserkrankung, mit ihrer ersten großen,
aber unglücklichen Liebe. Am Ende der Sitzung und nach sehr intensiver
Auseinandersetzung stehen schließlich alle Familienmitglieder hinter
ihr und bejahen diese Beziehung, bzw. „erlauben“ ihr, ihre
Liebe und ihre Lust zu leben. Die Klientin fühlt sich endlich frei,
in der Zukunft auch diesbezüglich ihren eigenen Weg zu gehen.
Die Klientin wählt eine knallrote Eingangstür, die aussieht
wie eine Eingangspforte einer Kirche.
Sie landet in einem „Druckkessel“, der zwar erst mal nicht
bedrohlich wirkt, aber auf Dauer kein Aufenthaltsort sei. Auffällig
ist die Angst der Klientin, in dem Kessel irgendwann keine Luft mehr zu
kriegen, aus diesem Grund schlägt der Therapeut vor, die Atmung zu
verstärken.
Im Laufe der sog. „Rebirthing-Atmung“ taucht ein Ex-Freund
der Klientin auf und hilft ihr, nach einem kurzen Gespräch, noch
tiefer und intensiver zu atmen.
Sie bekommt Schmerzen in der rechten Brust, der Therapeut bitte sie, genau
in diesen Schmerz hinein zu atmen und genau darauf zu achten, welche neuen
Bilder dadurch auftauchen. Als erstes erscheint ein Baum. Die Klientin
wird aufgefordert ihren früheren Liebhaber auftauchen zu lassen;
dieser stellt sich sofort mit ihr unter den Baum und will ihr ganz nahe
sein. Dann lässt sie ihren Vater und ihre Oma auftauchen; der Vater
beginnt sofort den Mann an ihrer Seit weg zu ziehen: „Der zieht,
der zieht aber ich halt ihn so fest und wir machen uns schon fast einen
Spaß daraus, wer stärker ist.“ Der Therapeut: „Das
ist auch der Kampf der in dir tobt, das ist nämlich auch der Kampf,
der Konflikt und den musst du auch gewinnen, weil es ist dein Leben, deine
Sexualität, deine Lust, deine Entscheidung!“
Die Klientin sieht, wie sie und ihr Freund zu einer Art Energie-Ball zusammen
schmelzen, an dem sich der Vater zunächst die Finger verbrennt, dann
Feuer fängt und schließlich verbrennt. Nachdem das passiert
ist, fühlt sie sich frei, einfach nur sehr befreit und atmet tief
ein und aus, ohne Schmerzen.
Im Eingangsraum geht nun die Sonne auf, der Baum der dort erschienen ist
wächst und trägt Früchte.
Der Therapeut nimmt das erfreut wahr und bittet die Klientin immer weiter
tief zu atmen, außerdem fragt er nach dem Bild der Oma. Die Klientin:
„Die sitzt da und guckt zu, die stört es nicht, mich stört
sie nicht, meinen Partner stört sie nicht, sie selbst stört
sie nicht.“
Therapeut: „Gut. Ach ja, was noch wichtig ist, hol mal deine Mama
herbei! Guck mal wie die reagiert, denn die müsste dir das auch gönnen,
diesen Mann, diese Situation, diese Gefühle, diese Lust, guck mal
wie sie reagiert, deine Mama!“
Das Bild der inneren Mutter taucht auf und die Klientin fühlt sich
sofort davon gestört. In einem Zwiegespräch mit ihr findet sie
heraus, dass die Mutter noch immer nicht mit dieser Beziehung der Klientin
einverstanden ist. Die Klientin sagt, dass sie das so will und die Mutter
antwortet beharrlich, dass sie das aber „nicht zu wollen hat“.
Die Klientin: „Sie stört mich, es ist zwar besser geworden,
aber sie stört mich noch. - Mutter du störst mich, verschwinde
jetzt. Ich will mit ihm alleine sein. Oder geh so weg, dass du mich nicht
störst.“
Da dieses innere Bild der Klientin dennoch nicht reagiert, schlägt
der Therapeut vor, die Klientin solle mit dem Schlagstock daran arbeiten
und dadurch die Mutter dazu bringen, das zu tun, was sie von ihr möchte.
Die Klientin setzt sich auf und beginnt das Bild der Mutter zu zerschlagen:
„Verschwinde, verschwinde ich will dich hier nicht mehr...Wenn du
so leben willst, ich nicht… Hau ab, verschwinde… mir ist ganz
schwindelig, ich will dich nicht mehr ertragen...Hau ab, verschwinde…!“
Die Klientin gerät in einen länger dauernden Energie-Prozess,
sie schlägt und schlägt auf das Bild der Mutter, das sich zunächst
nur schwer bis gar nicht verändert.
Der Therapeut: „Und daran siehst du, wie viel Macht sie hat, wie
viel Macht sie heute noch über dich hat, Jahrzehnte später,
30 Jahre später. Sie muss sagen: `Kind, es ist toll deine Lust zu
leben!´, da muss sie hinkommen, sie muss hinter dir stehen! ....
Sie hat hinter dir zu stehen, bedingungslos, ganz simpel und die Oma hinter
ihr. Offensichtlich ist in der ganzen Generation keine Lust gelebt worden.“
Die Klientin schlägt weiter auf das Bild der Mutter ein, welches
sich weder weg bewegt noch verändert. Die Klientin wird allmählich
müde und will aufgeben.
Der Therapeut: „Offensichtlich hat sie die Macht und hat dich gebrochen,
deine Lebensenergie. Gut, dann frag sie ob sie dafür verantwortlich
ist, dass dein Lebensfeuer nicht mehr so richtig brennt, frag sie das.“
Die Antwort der inneren Mutter lautet „Ja“ Die Klientin fragt
ihr inneres Bild, ob sie dieses Lebensfeuer braucht, um gesund werden,
auch das bejaht die Mutter. Im weiteren Verlauf holt die Klientin den
Vater hinzu, dieser gibt seiner Tochter seine 100%ige Unterstützung
und seinen Segen für ihre Beziehung mit dem jungen Mann, damals im
Alter von 19 Jahren, d.h. dieser innere Vater steht bedingungslos hinter
seiner Tochter.
Er hilft ihr jetzt, auch die Mutter dazu zu bringen, der Tochter die Freiheit
zu lassen, sich ihren Mann selbst auszusuchen. Dieses gelingt dadurch,
dass die Mutter selbst einen Mann bekommt, den sie begehrt, und der sie
begehrt. Dabei ist es an dieser Stelle egal, ob das der Vater der Klientin
ist oder nicht, es geht nur darum, dass das Bild der inneren Mutter selbst
die eigene Freiheit hat, den zu lieben, den sie lieben möchte und
so auch ihrer eigenen Tochter dieses Recht einräumen kann. Genau
das passiert schließlich: Die Mutter bekommt vom Vater der Klientin
einen Mann geliefert, den sie vor langer Zeit einmal sehr geliebt hat
und den sie zu Gunsten des Vaters verlassen hatte. Mit diesem ist sie
dann glücklich und kann so der Tochter den Freiraum lassen, ebenfalls
selbst und ganz frei zu wählen, mit wem sie zusammen sein möchte.
Der Kessel ist nun verschwunden, die Klientin findet sich auf einer Blumenwiese
wieder und sieht sich dort ganz nah zusammen mit ihrem Freund ...
Der Therapeut bittet die Klientin immer noch, weiter tief zu atmen. Erneut
kommen Schmerzen auf und die Klientin sieht nun wieder das innere Bild
des Vaters auftauchen. Sie erfährt, dass dieser tiefe Schmerz zu
ihm gehört: Es ist die Trauer und Verzweiflung, seine Tochter loslassen
zu müssen, für andere Männer frei geben zu müssen.
Die Klientin wird vom Therapeuten gebeten, sich ganz in diesen Schmerz
fallen zu lassen und ihn ganz tief zu spüren. Daraufhin verändert
sich das Bild des Vaters: „Er wird kräftiger, er kriegt Farbe,
vorher war er so gelblich im Gesicht.“
Und: „Vater ich frag dich, kannst du mich so annehmen, kannst du
mich wieder in dein Herz reinlassen? Ja, ich möchte dich wieder in
meinem Herz haben, ich möchte dich da auch nicht wieder raus lassen!“
Der Vater nimmt seine Tochter in seine Arme, vom Therapeuten wird passende
Musik eingespielt, damit die Klientin dieses schöne, neue Gefühl,
vom Vater ganz angenommen zu werden, tief verankern kann. Auch die Mutter
wird noch dazu gerufen, und diese freut sich für ihre Tochter und
will dann selbst den Vater umarmen.
Die Klientin hat keine Schmerzen mehr, und auch der Raum hat sich vollkommen
verändert:
„Ja, der Kessel ist weg, ich bin jetzt im Freien ich hab jetzt diesen
Baum, der voll in Saft steht, den hab ich vor mir stehen. Und es ist alles
so total friedlich und keine Begrenzung.“ In dem Bild ist es Sommer
und schön warm.
Die Klientin lacht und freut sich sehr.
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